Temporär oder fest — diese Frage stellen sich immer mehr Pflegefachpersonen. Beide Modelle haben klare Vor- und Nachteile. Welches besser passt, hängt von Ihrer Lebenssituation und Ihren Karrierezielen ab.
Temporäre Anstellung
Vorteile
- ✓ Höherer Stundenlohn — oft 15–25% mehr als fest
- ✓ Maximale Flexibilität — Einsätze wählen, Pausen einlegen
- ✓ Verschiedene Arbeitgeber — Erfahrung sammeln, Netzwerk aufbauen
- ✓ Schneller Einstieg — oft innerhalb weniger Tage
Nachteile
- ✗ Keine Jobgarantie zwischen Einsätzen
- ✗ Weniger Sozialleistungen (PK-Beiträge tiefer)
- ✗ Kein Team-Zugehörigkeitsgefühl
- ✗ Weiterbildung selten vom Verleiher bezahlt
Festanstellung
Vorteile
- ✓ Stabilität & Sicherheit — regelmässiges Einkommen
- ✓ Bessere Sozialleistungen — PK, Unfallversicherung, KTG
- ✓ Bezahlte Weiterbildung — Arbeitgeber investiert in Sie
- ✓ Karrieremöglichkeiten — Aufstieg zur Stationsleitung
Nachteile
- ✗ Weniger Flexibilität bei Arbeitszeit/Ort
- ✗ Gebunden an einen Arbeitgeber
- ✗ Grundlohn oft tiefer als Temporär-Stundenlohn
- ✗ Kündigungsfrist (1–3 Monate)
Wann lohnt sich was?
Temporär ist ideal für:
- • Berufseinsteiger, die verschiedene Arbeitgeber kennenlernen wollen
- • Eltern, die flexible Arbeitszeiten brauchen
- • Erfahrene Fachkräfte, die ihre Verhandlungsposition testen
- • Personen nach einer Pause (z.B. nach Elternzeit)
Fest ist ideal für:
- • Wer langfristig plant und Karriere machen will
- • Wer Wert auf Weiterbildung legt (Arbeitgeber zahlt)
- • Wer gute Sozialleistungen schätzt (PK, Versicherungen)
- • Wer Teil eines festen Teams sein möchte
Try & Hire: Das Beste aus beiden Welten
Try & Hire erklärt
Sie starten temporär und werden nach einer Probezeit (meist 3–6 Monate) vom Einsatzbetrieb fest übernommen. Vorteil: Beide Seiten lernen sich kennen, bevor eine langfristige Verpflichtung eingegangen wird. Bei heroscout ist Try & Hire eines der beliebtesten Modelle.
Rechtliches: Was Sie wissen müssen
- Personalverleih-Gesetz (AVG): Temporärarbeit ist in der Schweiz streng reguliert. Verleiher brauchen eine SECO-Bewilligung.
- GAV (Gesamtarbeitsvertrag): Temporärangestellte in der Pflege haben Anspruch auf gleiche Arbeitsbedingungen wie Festangestellte.
- Sozialversicherungen: AHV, IV, EO, ALV werden auch bei Temporärarbeit abgeführt. PK-Beiträge sind oft etwas tiefer.
- Kündigungsfrist: Bei Temporäreinsätzen gelten kürzere Fristen (oft 2 Arbeitstage in der Probezeit).
Fazit
Es gibt kein «besser» oder «schlechter» — nur «passender für Ihre Situation». Temporärarbeit bietet Flexibilität und höheren Verdienst, Festanstellung bietet Sicherheit und Karrierechancen. Und mit Try & Hire können Sie beides kombinieren.