Kaum eine Branche ist bei den eigenen Preisen so verschwiegen wie die Personalvermittlung. Honorare stehen auf keiner Website, Konditionen variieren von Mandat zu Mandat — und wer zum ersten Mal eine Pflegefachperson über einen Vermittler sucht, erlebt beim Angebot oft eine Überraschung. Zeit für Transparenz. Wir legen offen, was der Markt verlangt — und ja: Wir sind selbst Vermittler und arbeiten in der Einzelvermittlung mit genau diesen Modellen.
Das Prozentmodell: der Marktstandard
Üblich sind in der Schweiz 12 bis 25 Prozent des Bruttojahreslohns der vermittelten Person, fällig bei Stellenantritt oder Vertragsunterschrift. Was das konkret heisst:
| Funktion | Bruttojahreslohn (typisch) | Honorar bei 15–20% |
|---|---|---|
| FaGe | CHF 62'000–80'000 | CHF 9'000–16'000 |
| Dipl. Pflegefachperson HF/FH | CHF 85'000–95'000 | CHF 13'000–19'000 |
| Stationsleitung / PDL | CHF 100'000–140'000 | CHF 15'000–28'000 |
Das Prozentmodell hat eine eingebaute Schieflage: Je besser Sie zahlen, desto teurer wird die Vermittlung — obwohl der Aufwand derselbe ist. Und es bestraft Institutionen mit wiederkehrendem Bedarf, weil jede Besetzung neu kostet.
Pauschalmodelle: die planbare Alternative
Einige Anbieter — wir gehören dazu — arbeiten mit fixen Pauschalen pro Funktion statt Prozenten. Vorteil: Sie wissen vor dem ersten Kandidaten, was eine Besetzung kostet, unabhängig vom verhandelten Lohn. Der Fixbetrag ist typisch tiefer als das Prozent-Äquivalent, weil er nicht am Lohn mitwächst.
Die versteckten Kosten, nach denen niemand fragt
Das Honorar ist nur die halbe Wahrheit. Die teuren Unterschiede stecken im Kleingedruckten:
- Garantie-Lücken: Kündigt die vermittelte Person nach vier Monaten und die Garantie lief drei — zahlen Sie die nächste Vermittlung voll.
- Nachwirkungsklauseln: Bewirbt sich eine vorgestellte Person zwölf Monate später direkt bei Ihnen, wird das Honorar trotzdem fällig.
- Doppelspurigkeit: Nicht-exklusive Vermittler bieten dieselben Dossiers mehreren Häusern an — Sie konkurrieren beim eigenen Vermittler um den Kandidaten.
- Interessenkonflikt Verleih: Wer auch am Temporärgeschäft verdient, hat wenig Anreiz, Ihnen schnell eine Festanstellung zu liefern.
Die Rechnung bei wiederkehrendem Bedarf
Für die einzelne, punktuelle Besetzung ist die klassische Vermittlung ein faires Werkzeug. Die Rechnung kippt bei wiederkehrendem Bedarf — und den hat fast jede Institution ab etwa 35 Pflege-Mitarbeitenden (bei 10–15% Fluktuation):
| 5 Besetzungen/Jahr, klassisch | Abo-Modell | |
|---|---|---|
| Kostenlogik | 5 × CHF 13'000–19'000 = CHF 65'000–95'000, jedes Jahr neu ab null | Planbarer Monatsbeitrag + reduzierter Fixbetrag pro Anstellung |
| Was Sie zusätzlich erhalten | — | Employer-Branding-Videos (gehören Ihnen), laufende Pipeline, Nachbesetzungsgarantie |
| Skaleneffekt | Keiner — Besetzung 6 kostet wie Besetzung 1 | Jede weitere Anstellung senkt die Kosten pro Kopf |
Ob sich das für Ihre Grösse rechnet, hängt von Ihren Zahlen ab — genau dafür gibt es die kostenlose Bedarfsanalyse. Und wo Temporärpersonal im Spiel ist, lohnt zuerst ein Blick auf die ehrliche Temporär-Rechnung — dort liegen meist die grössten Beträge.
Checkliste: 10 Fragen an Ihren Vermittler
- 1Wie berechnet sich Ihr Honorar — Prozent vom Jahreslohn oder Pauschale? Inklusive oder exklusive 13. Monatslohn und Zulagen?
- 2Wann ist das Honorar fällig — bei Vertragsunterschrift oder bei Stellenantritt?
- 3Was passiert, wenn die Person in der Probezeit kündigt — Rückerstattung, Gutschrift oder kostenlose Nachbesetzung?
- 4Wie lange gilt die Nachbesetzungsgarantie — 3, 6 oder 12 Monate?
- 5Gilt als «vermittelt» auch, wer sich später direkt bei uns bewirbt? (Stichwort: Nachwirkungsklauseln)
- 6Prüfen Sie die Kandidaten persönlich — oder leiten Sie Dossiers weiter?
- 7Wie viele Kandidaten sehen wir realistisch in den ersten 30 Tagen?
- 8Arbeiten Sie exklusiv für uns an diesem Mandat — oder bieten Sie dieselben Kandidaten auch der Konkurrenz an?
- 9Welche Kosten entstehen, wenn Sie NICHT liefern?
- 10Verdienen Sie an Temporäreinsätzen mit? (Interessenkonflikt: Wer am Verleih verdient, hat wenig Eile, fest zu vermitteln.)
Ein seriöser Anbieter beantwortet alle zehn Fragen, ohne auszuweichen. Wir übrigens auch — stellen Sie sie uns gern zuerst.
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Wir rechnen Ihnen transparent vor, was Ihre Besetzungen im Prozentmodell, als Pauschale und im Abo kosten würden — mit Ihren eigenen Zahlen, unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.
Jetzt Termin anfragenAlle Honorar-Angaben: marktübliche Spannen in der Deutschschweiz auf Basis unserer Branchenkenntnis als Vermittler; einzelne Anbieter können abweichen. Lohnbänder gemäss den Richtwerten auf unseren Berufsseiten.