Fachrichtung

Endokrinologie / Diabetologie in der Schweiz

Hormone und Stoffwechsel — ein sprechendes Fach mit langen Betreuungsverläufen und stark wachsendem Bedarf.

Lohn nach Karrierestufe

Brutto-Jahreslohn bei 100%, Referenz Kanton Zürich, öffentliches Spital. Basis: VSAO-Empfehlungen, FMH- und BFS-Daten sowie heroscout-Vermittlungsdaten.

Assistenzarzt
In FMH-Weiterbildung, vor dem Facharzttitel
CHF 95kCHF 160k
Facharzt
FMH-Facharzttitel erworben, aber noch ohne Oberarzt-Funktion. Angestellt im Spital.
CHF 145kCHF 230k
Oberarzt
Klinische Führungsposition unter Leitendem Arzt. Mit Personal- und Bereichsverantwortung.
CHF 160kCHF 280k
Leitender Arzt
Bereichsleitung oder stellvertretende Klinikleitung. Substantielle Personal- und Budget-Verantwortung.
CHF 230kCHF 380k
Chefarzt
Klinik- oder Abteilungsleitung mit voller Personal-, Budget- und strategischer Verantwortung.
CHF 300kCHF 650k

Karriereweg & Weiterbildung

Die Weiterbildung zum Facharzttitel Endokrinologie / Diabetologie dauert laut SIWF 6 Jahre: 3 Jahre klinische Allgemeine Innere Medizin als nicht fachspezifischer Teil — alternativ 2½ Jahre Allgemeine Innere Medizin plus 6 Monate Kinder- und Jugendmedizin — sowie 3 Jahre fachspezifische Weiterbildung in Endokrinologie/Diabetologie. Von diesen 3 Jahren müssen mindestens 1 Jahr in klinischer Endokrinologie und 1 Jahr in klinischer Diabetologie an Kategorie A absolviert werden. Höchstens 1 Jahr kann in nicht klinisch-wissenschaftlichen Bereichen erbracht werden; das SIWF empfiehlt, den internistischen Teil vor der fachspezifischen Weiterbildung zu absolvieren.

Diplom aus dem Ausland? Zuerst die Anerkennung

Ohne anerkanntes Diplom darfst du in der Schweiz nicht ärztlich tätig sein — unabhängig davon, wie lange du in der Endokrinologie / Diabetologie schon arbeitest. Zuständig ist die MEBEKO beim Bundesamt für Gesundheit; der Facharzttitel ist dabei ein eigenes Gesuch neben dem Diplom. Der Anerkennungs-Check zeigt dir in zwei Minuten dein Verfahren, die amtlichen Gebühren, die Dauer und deine persönliche Dokumenten-Checkliste.

Typische Aufgaben

  • Diabetes-Sprechstunde und Insulin-Therapieeinstellung
  • Abklärung und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen
  • Schilddrüsen-Ultraschall inklusive Feinnadelpunktion
  • Behandlung von Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen
  • Osteoporose-Diagnostik und Stoffwechselabklärungen
  • Langfristige Betreuung chronischer Stoffwechselpatienten

Was die Endokrinologie / Diabetologie in der Schweiz besonders macht

Endokrinologie und Diabetologie ist eines der «sprechenden» Fächer: Der Anteil an Beratung, Schulung und Langzeitbegleitung ist hoch, invasive Eingriffe sind selten. Das prägt auch die Vergütungsstruktur — es gibt kaum zusatzversicherungsfähige Eingriffe, dafür ein stabiles ambulantes Geschäft. Der Bedarf wächst strukturell mit der Diabetes-Prävalenz, und Technologien wie kontinuierliche Glukosemessung und automatisierte Insulinabgabe verändern das Fach gerade spürbar. Wer hier arbeiten will, sollte Freude an langen Patientenbeziehungen und an Technologie mitbringen — eine ungewöhnliche Kombination.

Endokrinologie / Diabetologie-Stellen nach Standort

Häufige Fragen zur Endokrinologie / Diabetologie

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Facharzt Endokrinologie / Diabetologie in der Schweiz?
Die Weiterbildung zum Facharzttitel Endokrinologie / Diabetologie dauert laut SIWF 6 Jahre: 3 Jahre klinische Allgemeine Innere Medizin als nicht fachspezifischer Teil — alternativ 2½ Jahre Allgemeine Innere Medizin plus 6 Monate Kinder- und Jugendmedizin — sowie 3 Jahre fachspezifische Weiterbildung in Endokrinologie/Diabetologie. Von diesen 3 Jahren müssen mindestens 1 Jahr in klinischer Endokrinologie und 1 Jahr in klinischer Diabetologie an Kategorie A absolviert werden. Höchstens 1 Jahr kann in nicht klinisch-wissenschaftlichen Bereichen erbracht werden; das SIWF empfiehlt, den internistischen Teil vor der fachspezifischen Weiterbildung zu absolvieren.
Was verdient man als Endokrinologie / Diabetologie in der Schweiz?
Die Bandbreite reicht von CHF 95k als Assistenzarzt bis CHF 650k auf Chefarzt-Niveau (Referenz: Kanton Zürich, öffentliches Spital, Brutto-Jahreslohn bei 100%). Massgeblich sind Karrierestufe, Kanton und Trägerschaft; in Privatkliniken kommen Honorarbeteiligungen dazu.
Kann ich mit einem ausländischen Diplom in der Schweiz als Endokrinologie / Diabetologie-Facharzt arbeiten?
Nicht ohne Anerkennung. Zuständig ist die MEBEKO beim Bundesamt für Gesundheit, die Gebühr beträgt CHF 800–1’000 pro Diplom; der Facharzttitel ist ein separates Gesuch. Bei direkter Anerkennung liegt der Entscheid in der Regel nach 1–4 Monaten vor. Dazu kommt der Sprachnachweis und anschliessend die kantonale Berufsausübungsbewilligung.

Keine Antwort dabei? Frag uns direkt — oder buch ein Gespräch.

Quellen

Angaben zu Weiterbildungsdauer und Titeln nach SIWF, zuletzt geprüft Juli 2026. Lohnangaben sind Richtwerte und keine Zusicherung.

Andere Fachrichtungen

Innere Medizin
Breitenfach mit vielen Subspezialisierungs-Optionen — von Kardiologie über Gastro bis Nephrologie.
Anästhesie
Hohe Nachfrage in allen Akutspitälern. Top-Vergütung, OP-Setting, sehr strukturierter Tagesablauf.
Chirurgie
Allgemein-, Visceral- und Spezialchirurgie. Top-Vergütung in operativen Fächern.
Pädiatrie
Kinder- und Jugendmedizin. Starke Nachfrage in Kinderspitälern und Pädiatrie-Praxen.
Psychiatrie
Wachsender Markt mit hohem Bedarf. Erwachsenen- oder Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Radiologie
Diagnostische Bildgebung. Hohe Vergütung — insbesondere in Privatpraxen und Spezial-Instituten.
Kardiologie
Lange Weiterbildung, hohe Gerätedichte, starke Nachfrage — und einer der klarsten Wege in die Kaderlaufbahn.
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
Operativ, planbar, gut vergütet — mit dem stärksten Privatklinik- und Belegarzt-Potenzial aller chirurgischen Fächer.
Gynäkologie und Geburtshilfe
Kürzere Facharzt-Weiterbildung als die meisten Fächer — mit drei klar definierten Schwerpunkten und starkem Praxismarkt.
Dermatologie und Venerologie
Planbare Arbeitszeiten, wenig Nachtdienst, starker Selbstzahler- und Praxismarkt — eines der begehrtesten Fächer.
Neurologie
Diagnostisch anspruchsvoll, technisch breit — mit Stroke Units und Neurophysiologie als klaren Vertiefungswegen.
Allgemeine Innere Medizin
Das grösste Fachgebiet der Schweiz — mit zwei gleichwertigen Wegen: Hausarztpraxis oder Spitalinternistik.
Medizinische Onkologie
Sechs Jahre Weiterbildung auf internistischer Basis — ein wachsendes Feld mit langen Patientenbeziehungen.
Urologie
Operativ und konservativ zugleich — mit sechs offiziellen Schwerpunkten die am feinsten gegliederte Disziplin.
Oto-Rhino-Laryngologie (HNO)
Fünf Jahre durchgehend fachspezifisch — Mikrochirurgie, Onkologie und Praxismedizin in einem Fach.
Ophthalmologie
Stark ambulant geprägt, hoher Anteil planbarer Eingriffe — und einer der attraktivsten Praxismärkte der Schweiz.
Gastroenterologie
Endoskopie als Handwerk, Hepatologie als Vertiefung — ein technisch geprägtes internistisches Fach mit starkem Praxismarkt.
Neurochirurgie
Hochspezialisiert und zentrenlastig — die längste durchgehend fachspezifische Weiterbildung unter den operativen Fächern.
Herz- und thorakale Gefässchirurgie
Die Spitze der operativen Medizin — wenige Zentren, hohe Eintrittshürde, entsprechend hohe Vergütung.
Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie
Rekonstruktion, Verbrennungsmedizin und Ästhetik in einem Titel — mit dem höchsten Selbstzahler-Anteil aller Fächer.
Klinische Notfallmedizin
Kein eigener Facharzttitel, sondern ein Schwerpunkt auf mehreren Titeln — mit stark wachsendem Bedarf auf den Notfallstationen.
Pneumologie
Funktionsdiagnostik, Bronchoskopie und Schlafmedizin — ein internistisches Fach mit ausgeprägtem Gerätebezug.
Rheumatologie
Nicht-operative Medizin des Bewegungsapparats — mit einem der breitesten Tätigkeitsspektren vom Spital bis zur Rehabilitation.
Palliativmedizin & Geriatrie
Zwei Schwerpunkte statt Facharzttitel — mit dem am stärksten wachsenden Versorgungsbedarf der Schweiz.