Fachrichtung

Neurologie in der Schweiz

Diagnostisch anspruchsvoll, technisch breit — mit Stroke Units und Neurophysiologie als klaren Vertiefungswegen.

Lohn nach Karrierestufe

Brutto-Jahreslohn bei 100%, Referenz Kanton Zürich, öffentliches Spital. Basis: VSAO-Empfehlungen, FMH- und BFS-Daten sowie heroscout-Vermittlungsdaten.

Assistenzarzt
In FMH-Weiterbildung, vor dem Facharzttitel
CHF 95kCHF 160k
Facharzt
FMH-Facharzttitel erworben, aber noch ohne Oberarzt-Funktion. Angestellt im Spital.
CHF 152kCHF 242k
Oberarzt
Klinische Führungsposition unter Leitendem Arzt. Mit Personal- und Bereichsverantwortung.
CHF 168kCHF 294k
Leitender Arzt
Bereichsleitung oder stellvertretende Klinikleitung. Substantielle Personal- und Budget-Verantwortung.
CHF 242kCHF 399k
Chefarzt
Klinik- oder Abteilungsleitung mit voller Personal-, Budget- und strategischer Verantwortung.
CHF 315kCHF 683k

Karriereweg & Weiterbildung

Die Weiterbildung zum Facharzttitel Neurologie dauert laut SIWF insgesamt 6 Jahre. Mindestens 2 Jahre sind an anerkannten Weiterbildungsstätten der Kategorie A zu absolvieren, dazu je 1 Jahr im ambulanten Bereich (Poliklinik oder Ambulatorium) und im stationären Bereich. Das Bestehen der Facharztprüfung ist Voraussetzung für den Titel. Parallel lassen sich Fähigkeitsausweise in klinischer Neurophysiologie erwerben.

Subspezialisierungen

EEG (Fähigkeitsausweis)ENMG (Fähigkeitsausweis)Zerebrovaskuläre Sonografie (Fähigkeitsausweis)

Diplom aus dem Ausland? Zuerst die Anerkennung

Ohne anerkanntes Diplom darfst du in der Schweiz nicht ärztlich tätig sein — unabhängig davon, wie lange du in der Neurologie schon arbeitest. Zuständig ist die MEBEKO beim Bundesamt für Gesundheit; der Facharzttitel ist dabei ein eigenes Gesuch neben dem Diplom. Der Anerkennungs-Check zeigt dir in zwei Minuten dein Verfahren, die amtlichen Gebühren, die Dauer und deine persönliche Dokumenten-Checkliste.

Typische Aufgaben

  • Neurologische Sprechstunde und Konsiliardienst im Haus
  • Akutversorgung von Schlaganfällen inklusive Lyse-Entscheiden
  • Elektrophysiologische Diagnostik: EEG und ENMG
  • Zerebrovaskuläre Sonografie
  • Langzeitbetreuung bei MS, Parkinson, Epilepsie und Demenzen
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Neurochirurgie und Radiologie

Was die Neurologie in der Schweiz besonders macht

Die Neurologie ist stark diagnostisch geprägt und verbindet klassische klinische Untersuchung mit apparativer Medizin. Die Zertifizierung von Stroke Units und Stroke Centers hat die Akutneurologie in der Schweiz strukturell aufgewertet — an entsprechenden Häusern gibt es 24/7-Dienstmodelle und einen klaren Bedarf an neurologischem Kaderpersonal. Für die persönliche Positionierung sind die Fähigkeitsausweise der klinischen Neurophysiologie zentral: Sie sind das, was dich für eine bestimmte Stelle qualifiziert, und sollten früh in der Weiterbildung geplant werden. Der ambulante Markt für neurologische Praxen ist ebenfalls solide.

Neurologie-Stellen nach Standort

Häufige Fragen zur Neurologie

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Facharzt Neurologie in der Schweiz?
Die Weiterbildung zum Facharzttitel Neurologie dauert laut SIWF insgesamt 6 Jahre. Mindestens 2 Jahre sind an anerkannten Weiterbildungsstätten der Kategorie A zu absolvieren, dazu je 1 Jahr im ambulanten Bereich (Poliklinik oder Ambulatorium) und im stationären Bereich. Das Bestehen der Facharztprüfung ist Voraussetzung für den Titel. Parallel lassen sich Fähigkeitsausweise in klinischer Neurophysiologie erwerben.
Was verdient man als Neurologie in der Schweiz?
Die Bandbreite reicht von CHF 95k als Assistenzarzt bis CHF 683k auf Chefarzt-Niveau (Referenz: Kanton Zürich, öffentliches Spital, Brutto-Jahreslohn bei 100%). Massgeblich sind Karrierestufe, Kanton und Trägerschaft; in Privatkliniken kommen Honorarbeteiligungen dazu.
Kann ich mit einem ausländischen Diplom in der Schweiz als Neurologie-Facharzt arbeiten?
Nicht ohne Anerkennung. Zuständig ist die MEBEKO beim Bundesamt für Gesundheit, die Gebühr beträgt CHF 800–1’000 pro Diplom; der Facharzttitel ist ein separates Gesuch. Bei direkter Anerkennung liegt der Entscheid in der Regel nach 1–4 Monaten vor. Dazu kommt der Sprachnachweis und anschliessend die kantonale Berufsausübungsbewilligung.
Welche Subspezialisierungen gibt es in der Neurologie?
EEG (Fähigkeitsausweis), ENMG (Fähigkeitsausweis), Zerebrovaskuläre Sonografie (Fähigkeitsausweis).

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Quellen

Angaben zu Weiterbildungsdauer und Titeln nach SIWF, zuletzt geprüft Juli 2026. Lohnangaben sind Richtwerte und keine Zusicherung.

Andere Fachrichtungen

Innere Medizin
Breitenfach mit vielen Subspezialisierungs-Optionen — von Kardiologie über Gastro bis Nephrologie.
Anästhesie
Hohe Nachfrage in allen Akutspitälern. Top-Vergütung, OP-Setting, sehr strukturierter Tagesablauf.
Chirurgie
Allgemein-, Visceral- und Spezialchirurgie. Top-Vergütung in operativen Fächern.
Pädiatrie
Kinder- und Jugendmedizin. Starke Nachfrage in Kinderspitälern und Pädiatrie-Praxen.
Psychiatrie
Wachsender Markt mit hohem Bedarf. Erwachsenen- oder Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Radiologie
Diagnostische Bildgebung. Hohe Vergütung — insbesondere in Privatpraxen und Spezial-Instituten.
Kardiologie
Lange Weiterbildung, hohe Gerätedichte, starke Nachfrage — und einer der klarsten Wege in die Kaderlaufbahn.
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
Operativ, planbar, gut vergütet — mit dem stärksten Privatklinik- und Belegarzt-Potenzial aller chirurgischen Fächer.
Gynäkologie und Geburtshilfe
Kürzere Facharzt-Weiterbildung als die meisten Fächer — mit drei klar definierten Schwerpunkten und starkem Praxismarkt.
Dermatologie und Venerologie
Planbare Arbeitszeiten, wenig Nachtdienst, starker Selbstzahler- und Praxismarkt — eines der begehrtesten Fächer.
Allgemeine Innere Medizin
Das grösste Fachgebiet der Schweiz — mit zwei gleichwertigen Wegen: Hausarztpraxis oder Spitalinternistik.
Medizinische Onkologie
Sechs Jahre Weiterbildung auf internistischer Basis — ein wachsendes Feld mit langen Patientenbeziehungen.
Urologie
Operativ und konservativ zugleich — mit sechs offiziellen Schwerpunkten die am feinsten gegliederte Disziplin.
Oto-Rhino-Laryngologie (HNO)
Fünf Jahre durchgehend fachspezifisch — Mikrochirurgie, Onkologie und Praxismedizin in einem Fach.
Ophthalmologie
Stark ambulant geprägt, hoher Anteil planbarer Eingriffe — und einer der attraktivsten Praxismärkte der Schweiz.
Gastroenterologie
Endoskopie als Handwerk, Hepatologie als Vertiefung — ein technisch geprägtes internistisches Fach mit starkem Praxismarkt.
Neurochirurgie
Hochspezialisiert und zentrenlastig — die längste durchgehend fachspezifische Weiterbildung unter den operativen Fächern.
Herz- und thorakale Gefässchirurgie
Die Spitze der operativen Medizin — wenige Zentren, hohe Eintrittshürde, entsprechend hohe Vergütung.
Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie
Rekonstruktion, Verbrennungsmedizin und Ästhetik in einem Titel — mit dem höchsten Selbstzahler-Anteil aller Fächer.
Klinische Notfallmedizin
Kein eigener Facharzttitel, sondern ein Schwerpunkt auf mehreren Titeln — mit stark wachsendem Bedarf auf den Notfallstationen.
Pneumologie
Funktionsdiagnostik, Bronchoskopie und Schlafmedizin — ein internistisches Fach mit ausgeprägtem Gerätebezug.
Endokrinologie / Diabetologie
Hormone und Stoffwechsel — ein sprechendes Fach mit langen Betreuungsverläufen und stark wachsendem Bedarf.
Rheumatologie
Nicht-operative Medizin des Bewegungsapparats — mit einem der breitesten Tätigkeitsspektren vom Spital bis zur Rehabilitation.
Palliativmedizin & Geriatrie
Zwei Schwerpunkte statt Facharzttitel — mit dem am stärksten wachsenden Versorgungsbedarf der Schweiz.