Berufsbild

Assistenzärztin / Assistenzarzt

Assistenzärztinnen und Assistenzärzte stehen am Anfang ihrer ärztlichen Karriere — direkt nach dem Staatsexamen befinden sie sich in der FMH-Weiterbildung zum Facharzt. Sie übernehmen unter Supervision medizinische Aufgaben an Spitälern und Kliniken: Stationsarbeit, Patientenaufnahmen, Diagnostik, einfache Eingriffe sowie 24/7-Dienste. Die Weiterbildung folgt einem strukturierten Curriculum der jeweiligen Fachgesellschaft (SGAR, SGI, SGC etc.) und dauert je nach Fachrichtung 5-6 Jahre. Der Lohn richtet sich nach den VSAO-Empfehlungen und steigt jährlich.

CHF 95'000 – 160'000
Brutto/Jahr
5-6 Jahre Weiterbildung bis zum FMH-Facharzttitel
Ausbildung

Gehalt

PJ1 (1. Jahr): CHF 95'000–115'000 mit Diensten · PJ3: CHF 105'000–132'000 · PJ6+ (vor FMH): CHF 120'000–160'000. Lohn richtet sich nach VSAO-Empfehlung, leichte kantonale Unterschiede.

Aufgaben

  • Stationsarbeit: Visiten, Aufnahmen, Patientenversorgung
  • Notfall- und Bereitschaftsdienste (Tag/Nacht/Wochenende)
  • Diagnostische Eingriffe unter Supervision
  • Sprechstunden und ambulante Konsultationen
  • Falldokumentation und Berichterstellung
  • Teilnahme an Visiten, Rapporten und Fortbildungen
  • Strukturierte FMH-Weiterbildung gemäss Curriculum

Voraussetzungen

  • Staatsexamen Humanmedizin (CH oder anerkannt)
  • Berufsausübungsbewilligung MEBEKO (bei ausländischem Diplom)
  • Deutschkenntnisse C1/C2 (in Deutschschweiz)
  • Bereitschaft zu Schicht- und Nachtdiensten
  • Belastbarkeit, Lernbereitschaft, Teamfähigkeit

Bildungsgang & Zulassung

Die ärztliche Weiterbildung ist national über das SIWF (Schweizerisches Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung) geregelt. Für jeden Facharzttitel gibt es ein eigenes Weiterbildungsprogramm, das die Dauer und den Aufbau verbindlich festlegt — je nach Fach 5 bis 6 Jahre. Beispiele: Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Ophthalmologie dauern 5 Jahre, Kardiologie, Neurologie, Urologie und Orthopädie 6 Jahre. Die Programme schreiben zusätzlich vor, wie viel Zeit an Weiterbildungsstätten welcher Kategorie zu absolvieren ist und dass ein Teil an einer zweiten Stätte erfolgen muss. Als Assistenzärztin oder Assistenzarzt befindest du dich mitten in diesem Programm: Die Weiterbildung wird im elektronischen Logbuch dokumentiert, Arbeitsplatz-basierte Assessments sind Pflichtbestandteil. Der Lohn folgt den VSAO-Empfehlungen und steigt mit jedem Weiterbildungsjahr — anders als auf Kaderstufe, wo es keine verbandsweite Lohnempfehlung gibt. Wichtig für Zuziehende: Ohne MEBEKO-Anerkennung des Arztdiploms ist keine Anstellung möglich; die Anerkennung des Diploms und diejenige eines bereits erworbenen Facharzttitels sind zwei getrennte Gesuche.

Diplom aus dem Ausland? Zuerst die Anerkennung

Ohne anerkanntes Diplom darfst du in der Schweiz nicht ärztlich tätig sein. Zuständig ist die MEBEKO beim Bundesamt für Gesundheit — der Facharzttitel ist dabei ein eigenes Gesuch neben dem Diplom. Danach folgt die kantonale Berufsausübungsbewilligung. Der Anerkennungs-Check zeigt dir in zwei Minuten dein Verfahren, die amtlichen Gebühren, die Dauer und deine persönliche Dokumenten-Checkliste.

Weiterbildung

FMH-Facharzttitel (z.B. Anästhesie, Innere Medizin, Chirurgie)Schwerpunkttitel innerhalb des FachgebietsWissenschaftliche Promotion (MD)Klinische Forschung und PublikationenAuslandsaufenthalt / Fellowship

Arbeitgeber

UniversitätsspitälerKantonsspitälerRegionalspitälerPrivatklinikenPsychiatrische Kliniken

Zukunftsaussichten

Der Bedarf an Assistenzärzten in der Schweiz ist hoch — speziell in peripheren Regionen und in unterversorgten Fachrichtungen (Psychiatrie, Allgemeinmedizin, Geriatrie). Die Karriere führt typischerweise nach 5-6 Jahren zum FMH-Facharzttitel, danach folgt entweder Fach-/Oberarztposition im Spital oder eigene Praxis.

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Quellen

Angaben zu Bildungsgang und Zulassung nach den verlinkten Quellen, zuletzt geprüft Juli 2026. Lohnangaben sind Richtwerte aus heroscout-Vermittlungsdaten und keine Zusicherung.

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