Berufsbild

Hebamme / Entbindungshelfer FH

Hebammen begleiten Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Selbständige Berufsausübung mit hoher Verantwortung — vom ambulanten Vorsorge-Setting bis zur Geburtshilfe in Spitälern und Geburtshäusern. Bachelor-Studium an einer Fachhochschule. Sowohl angestellt als auch in freier Praxis möglich. Wachsender Beruf mit hoher Nachfrage.

CHF 6'500 – 9'200
Monatslohn
3 Jahre
Ausbildung

Gehalt

Angestellt Einstieg CHF 6'500, erfahren CHF 7'500–8'500, leitende Hebamme CHF 8'500–10'500. Selbständig je nach Praxis-Volumen oft deutlich höher.

Aufgaben

  • Schwangerschafts-Vorsorge und -Begleitung
  • Geburtshilfe (ambulant und stationär)
  • Wochenbett-Betreuung und Stillberatung
  • Familienzentrierte Versorgung
  • Risikofall-Erkennung und Notfall-Intervention
  • Geburtsvorbereitungs-Kurse
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit (Gynäkologen, Kinderärzte, Pflege)

Voraussetzungen

  • FH-Diplom Hebamme (CH oder MEBEKO-anerkannt)
  • Empathie und Kommunikationsstärke
  • Belastbarkeit und Schichtdienst-Bereitschaft
  • Selbständigkeit und Entscheidungsfähigkeit
  • Bereitschaft zu Pikett- und Notfalldiensten

Bildungsgang & Zulassung

Hebammen werden in der Schweiz an einer Fachhochschule ausgebildet: Bachelor of Science Hebamme, 3 Jahre Vollzeit mit hohem Praxisanteil in Spitälern und Geburtshäusern. Bei entsprechender Vorbildung — etwa einem Pflegediplom — ist eine verkürzte Variante möglich. Entscheidend und oft unterschätzt: Nach dem Hauptstudium ist ein obligatorisches Zusatzmodul Praxis von insgesamt 10 Monaten zu absolvieren. Der Beruf fällt unter das Gesundheitsberufegesetz (GesBG), das seit dem 1. Februar 2020 in Kraft ist und sieben Gesundheitsberufe vereinheitlicht. Wer in eigener fachlicher Verantwortung arbeitet — also nicht unter fachlicher Aufsicht einer Berufskollegin —, braucht zusätzlich eine Berufsausübungsbewilligung der kantonalen Behörde; für Hebammen setzt diese das zehnmonatige Praktikum nach Studienabschluss voraus. Für freiberuflich tätige Hebammen und Beleghebammen ist die Bewilligung damit zwingend.

Diplom aus dem Ausland? Zuerst die Anerkennung

Ohne anerkanntes Diplom darfst du in der Schweiz nicht als diplomierte Fachperson arbeiten — unabhängig davon, wie lange du im Beruf schon tätig bist. Zuständig ist das Schweizerische Rote Kreuz (SRK). Für Diplome aus Drittstaaten ist ein kostenloser PreCheck obligatorisch. Der Anerkennungs-Check zeigt dir in zwei Minuten dein Verfahren, die amtlichen Gebühren, die Dauer und deine persönliche Dokumenten-Checkliste.

Weiterbildung

Beleg-Hebamme (selbständig im Spital)Freie Praxis-Hebamme (ambulant)CAS Geburtsvorbereitung / StillberatungMAS Midwifery (Master)Leitende Hebamme / Bereichsleitung

Arbeitgeber

Universitätsspitäler (Geburtshilfe-Abteilungen)KantonsspitälerPrivatkliniken (Salem, Lindenhof, Hirslanden)GeburtshäuserFreie Praxis

Zukunftsaussichten

Hebammen sind in der Schweiz stark nachgefragt — Geburtenrate stabil, aber Personalmangel akut. Wachsender Trend zu ambulanter Betreuung und freier Praxis stärkt das Berufsbild. Steigende Vergütungen in Privatkliniken.

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Quellen

Angaben zu Bildungsgang und Zulassung nach den verlinkten Quellen, zuletzt geprüft Juli 2026. Lohnangaben sind Richtwerte aus heroscout-Vermittlungsdaten und keine Zusicherung.

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