Berufsbild

Dipl. Pflegefachfrau / Pflegefachmann HF

Die Pflegefachperson HF ist das Rückgrat des Schweizer Gesundheitswesens. Sie übernimmt die professionelle Pflege von Patientinnen und Patienten in Spitälern, Kliniken, Altersheimen und der Spitex. Die Ausbildung an einer Höheren Fachschule dauert 3 Jahre und berechtigt zur selbständigen Pflegearbeit.

CHF 5'800 – 8'500
Monatslohn
3 Jahre
Ausbildung

Gehalt

Einstieg CHF 5'800, mit Erfahrung CHF 6'500–7'500, Stationsleitung CHF 8'000–9'500

Aufgaben

  • Pflegeprozess planen, durchführen und evaluieren
  • Medikamente verabreichen und Infusionen anlegen
  • Wundversorgung und Verbandswechsel
  • Patientenedukation und Angehörigenarbeit
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapie
  • Pflegedokumentation (LEP, RAI, BESA)
  • Notfallmanagement und Triage

Voraussetzungen

  • Diplom Pflegefachfrau/-mann HF oder FH
  • Empathie und Kommunikationsfähigkeit
  • Belastbarkeit und Flexibilität
  • Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zu Schicht- und Wochenendarbeit

Bildungsgang & Zulassung

Der Bildungsgang ist national über den Rahmenlehrplan Pflege HF geregelt (Trägerschaft OdASanté und Verband Bildungszentren Gesundheit Schweiz, genehmigt durch das SBFI am 24. September 2021). Der Titel «dipl. Pflegefachfrau HF» beziehungsweise «dipl. Pflegefachmann HF» ist geschützt. Der Bildungsgang umfasst mindestens 5’400 Lernstunden und dauert im Vollzeit-Studium 3 Jahre — je zur Hälfte Lernbereich Schule und Lernbereich Praxis. Berufsbegleitend ist er ebenfalls möglich, vorausgesetzt sind dann mindestens 50% Berufstätigkeit in der Pflege; die Ausbildung dauert dabei in der Regel maximal 4 Jahre. Auf die praktische Ausbildung entfallen bei Vollzeit 72 Wochen, ein einzelnes Praktikum dauert 16 bis 24 Wochen. Zugelassen wird, wer einen in der Schweiz anerkannten Abschluss der Sekundarstufe II (oder einen gleichwertigen Abschluss) mitbringt und die Eignungsabklärung besteht. Wichtig für FaGe: Eine Verkürzung auf 2 Jahre ist kein Rechtsanspruch — der Rahmenlehrplan sieht lediglich vor, dass Anbieter bereits erworbene Bildungsleistungen anrechnen können. Mehrere Bildungszentren bieten daraus eine zweijährige Variante mit rund 3’600 Lernstunden an, die Bedingungen legt aber jeder Anbieter im Studienreglement selbst fest. Auch Pflegefachpersonen fallen unter das Gesundheitsberufegesetz (GesBG): Wer in eigener fachlicher Verantwortung arbeitet — also nicht unter fachlicher Aufsicht einer Berufskollegin oder eines Berufskollegen —, braucht eine Berufsausübungsbewilligung des Kantons. Das betrifft laut BAG ausdrücklich auch HF-Diplomierte, nicht nur Bachelor-Absolventinnen, und gilt neben Selbständigen auch für angestellte Personen mit Führungsverantwortung. Ob die Schwelle erreicht ist, beurteilen die Kantone im Einzelfall. Der Rahmenlehrplan orientiert sich ausdrücklich an der EU-Richtlinie 2005/36/EG — das ist der Grund, weshalb Schweizer Pflegediplome in der EU und umgekehrt anerkennungsfähig sind.

Diplom aus dem Ausland? Zuerst die Anerkennung

Ohne anerkanntes Diplom darfst du in der Schweiz nicht als diplomierte Fachperson arbeiten — unabhängig davon, wie lange du im Beruf schon tätig bist. Zuständig ist das Schweizerische Rote Kreuz (SRK). Für Diplome aus Drittstaaten ist ein kostenloser PreCheck obligatorisch. Der Anerkennungs-Check zeigt dir in zwei Minuten dein Verfahren, die amtlichen Gebühren, die Dauer und deine persönliche Dokumenten-Checkliste.

Weiterbildung

NDS HF NotfallpflegeNDS HF IntensivpflegeNDS HF AnästhesiepflegeCAS Führung im GesundheitswesenMAS Gerontologische PflegeWundexperte SAfW

Arbeitgeber

UniversitätsspitälerKantonsspitälerPrivatklinikenAlters- und PflegeheimeSpitex-OrganisationenPsychiatrische KlinikenRehabilitationskliniken

Zukunftsaussichten

Der Bedarf an Pflegefachpersonen HF steigt stetig. Bis 2030 werden in der Schweiz über 12'000 zusätzliche Pflegefachpersonen benötigt. Die Pflegeinitiative verbessert die Arbeitsbedingungen und Löhne.

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Quellen

Angaben zu Bildungsgang und Zulassung nach den verlinkten Quellen, zuletzt geprüft Juli 2026. Lohnangaben sind Richtwerte aus heroscout-Vermittlungsdaten und keine Zusicherung.

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